19.07.2020

Die Bekanntgabe der Ligaeinteilung zur kommenden Tischtennis-Saison 2020/21 sorgte für einen Paukenschlag in der Bezirksklasse: Eine noch nie dagewesene Topbesetzung von gleich drei Mannschaften garantiert spannende Spiele um den Aufstieg in die Bezirksliga.

Die Teams von TTV Preußen 47 Lünen II, 1. TTC Münster V und DJK Vorwärts Ahlen werden dabei so stark besetzt, dass nicht nur ihre deutlichen Aufstiegsambitionen auf den ersten Blick erkennbar werden, sondern sie sogar eine Klasse höher mit der gemeldeten Aufstellung bestehen würden. Man kann daher schon von einer Seltenheit sprechen, wenn gleich 14 der besten 20 Spieler der Bezirksklasse allein von diesen drei Teams gestellt werden.

Die Überlegenheit dieser Teams, aber auch die zu erwartende sehr stark aufgestellte Bezirksklasse wird umso deutlicher, wenn der Vergleich zu Aschebergs unangefochtener Nummer eins, Artur Gergert, gezogen wird: Mit seiner auf Bezirksklassenniveau bislang recht konkurrenzfähigen Stärkeziffer von 1.626 Punkten nimmt Gergert zu Saisonbeginn lediglich Platz 23 der besten Spieler der Liga ein.

Folglich wird es sehr dünnes Eis werden, auf dem sich die Erste Herren aus Ascheberg begibt, da sie von Beginn an um den Klassenerhalt kämpfen muss. Das optimistische Ziel soll ein unterer Mittelfeldplatz sein, zumal Ascheberg nicht nur die drei o.g. Mannschaften, sondern auch die Teams aus TTG Beelen, SV Neubeckum II, Warendorfer SU II und 1. FC Gievenbeck wahrscheinlich nicht hinter sich lassen kann.

Es wird also ein „show-down“ erwartet, wenn Ascheberg auf Mannschaften wie TTC Bergkamen-Rünthe II oder den diesjährigen Aufsteiger SV Herbern trifft. Bei diesen sehr spannenden Partien geht es jeweils um wertvolle Punkte, die die Teams gegen den Abstieg sammeln können.

So deutlich wie die Aufstiegsaspiranten definiert werden können, gibt es allerdings auch zwei Mannschaften, die es sehr schwer haben dürften, den Anschluss zum Tabellenmittelfeld zu halten und damit um den Abstieg bangen: Es handelt sich dabei um die Aufsteiger aus der Kreisliga von Werner SC und SV BW Aasee.

Wie es jedoch auch die vorherigen Saisonverläufe zeigten, kam es immer anders als in der Theorie vorhergesagt. So zeigten sich immer wieder Überraschungen in der Tabelle, da Mannschaften häufig nicht komplett antraten und damit unerwartet deutlich geschwächt wurden oder andere Mannschaften legten eine viel stärkere Leistung an den Tag, als zuvor prognostiziert. Zur letztgenannten Kategorie könnte in der kommenden Saison die Mannschaft vom TTG Beelen zählen. Sie verpasste in der vergangenen Spielzeit nur knapp den Relegationsplatz und weist mit dem stärksten Spieler der Liga, aber auch mit einer restlichen sehr ausgeglichenen Mannschaft ein erhebliches Potenzial auf, den einen oder anderen Favoritensturz herbeizuführen.

Zu guter Letzt sei erwähnt, dass leider die anhaltende COVID19-Situation das meiste Potenzial hat, für Überraschungen zu sorgen. Lock-Down-Verkündungen könnten beispielsweise zu abrupten Saison-Unterbrechungen/-abbrüchen, kurzfristigen Spielverlegungen/-ausfällen und Verwerfungen in der Tabelle führen. Darüber hinaus erlaubt nun auch die aufgrund der Corona-Pandemie angepasste Satzungsänderung des Deutschen Tischtennisbundes vom 01. Juli 2020 eine Modifikation von Spielsystemen dahingehend, als dass ein Entscheidungsgremium das Aussetzen von Doppeln mehrfach während einer Saison beschließen darf.

Folglich wird die Tischtennis-Saison 2020/21 als besondere Spielserie und als neue Erfahrung vieler Aktiver erwartet.

Aschebergs Nummer eins Artur Gergert wird in der kommenden Saison 2020/21 deutlich stärkere Gegner zu erwarten haben (Foto: Kay Siemund)